Druck-Version

BAG-E INFO 03/02 die Zweite

25.03.02

Hallo MitstreiterInnen und UnterstützerInnen,

die beiden Hauptbeiträge nehmen Bezug auf die letzten beiden INFOs: Die Besetzungsaktion des Rhein-Main-Erwerbslosenbündnisses hat heftigen Wirbel gemacht. Die private Trainings- und Vermittlungsgesellschaft PEBG soll nun überprüft werden. Grund genug an der Sache dran zu bleiben...
Es folgt der Bericht des ersten Treffens des Runden Tisches nach der Dresdener Konferenz. Außerdem Informationen zur Attac-AG "Arbeit und Menschenwürde" und die Neuigkeiten unserer homepage.

Inhalt:

  1. Offener Brief des Rhein-Main-Erwerbslosenbündnisses
    ...an die Verantwortungsträger der Arbeits(losen)verwaltung in Frankfurt/Main
  2. Runder Tisch der Erwerbslosen- und Sozialhilfeorganisationen
    Bericht des Treffens am 12.März
  3. Bundesweite Attac-Arbeitsgruppe "Arbeit und Menschenwürde" (einige Infos)
  4. Neu auf der BAG-E homepage


zum Inhaltsverzeichnis

1. Offener Brief des Rhein-Main-Erwerbslosenbündnisses
...an die Verantwortungsträger der Arbeits(losen)verwaltung in Frankfurt/Main


Am 18.Februar besetzten für einige Stunden Erwerbslose aus Frankfurt, Darmstadt und Marburg die Seminarräume der PEBG (Personalentwicklungs- und Beteiligungsgesellschaft) in Frankfurt/M. Die PEBG wird in Hessen von den einzelnen Arbeitsämter beauftragt, um Trainingsmaßnahmen für Arbeitslose durchzuführen. Sie hat somit eine Art Monopolstellung inne. So soll es eine Anweisung des Landesarbeitsamtes Hessen geben (vgl. FAZ vom 08.03.2002), ausschließlich mit diesem Weiterbildungsträger zusammenzuarbeiten.
Hintergrund der Aktion waren immer wieder kehrende Beschwerden von Erwerbslosen über erzwungene Maßnahmeteilnahmen (flächendeckende Verschickung von Arbeitslosen zur PEBG, ohne vorherige spezifische Beratung über die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen, insbesondere für weitere berufliche Perspektiven) über unzumutbare Bedingungen (Kasernenhofton, Einschüchterungen, Nichtbeantwortung von Fragen usw.) sowie regelmäßige Versuche, die TeilnehmerInnen ausschließlich in Niedriglohntätigkeiten zu vermitteln.

In der Zwischenzeit hat es einige Reaktionen der verantwortlichen Stellen gegeben, z.B. vom Geschäftsführer der PEBG und dem Frankfurter Arbeitsamtsdirektor.
Sie argumentieren hauptsächlich:
Die Kritik sei unberechtigt, da eine Teilnahme bei der PEBG freiwillig wäre, sich bisher noch niemand über die Kurse beschwert hätte und die Erfolge der PEBG-Praxis für sich sprächen.

Dem können wir folgendes entgegnen:

1. Die Einladung zu einem Informationsgespräch über die Teilnahme an einem PEBG-Kurs (Assistierte Arbeitsplatzsuche, ASAP) ist für den Erwerbslosen bindend, dass bestreiten auch nicht die Verantwortlichen. Während der Informationsveranstaltung wird ein zweiseitiges Papier zum Ausfüllen vorgelegt, dessen letzte Frage lautet: "Sollte ich eingeladen werden, nehme ich an der geplanten Maßnahme teil ja/nein". Diese Entscheidung sei freiwillig, so der Geschäftsführer der PEBG und auch der Arbeitsamtsdirektor.
Tatsächlich wird mit allen nur erdenklichen Mitteln während der Informationsveranstaltung darauf gedrungen, sich sofort für den Kurs zu entscheiden, da andernfalls Sanktionen vom Arbeitsamt drohen. Das heißt, weder wird dem Einzelnen Bedenkzeit gegeben, noch darf das Formular mitgenommen werden und auch eine Kopie wird nicht geduldet. So entsteht eine allgemeine Atmosphäre des Druckes und der Angst, der in den meisten Fällen zu einer schriftlichen Zustimmung zum Kurs führt.
Lehnt der Erwerbslose dennoch den Besuch der ASAP ab, erfolgt ein Gespräch mit seinem zuständigen Arbeitsvermittler beim Arbeitsamt. Dieser weist ihn auf den §119 Abs. 1 Nr. 1 SGB III hin, demnach der Arbeitslose, um Arbeitslosengeld oder -hilfe zu beanspruchen, "alle Möglichkeiten nutzt und nutzen will, um seine Beschäftigungslosigkeit zu beenden." Da dies offensichtlich im Hinblick auf die Trainingsmaßnahme in der PEBG nicht geschehen ist, droht eine Sperrzeit. Und sie droht erst recht, wenn, wie es das neue Job-Aqtiv-Gesetz vorsieht, ein sogenannter Eingliederungsplan erstellt wird, indem die Beteiligung an der ASAP unter "Eigenbemühungen des Kunden/der Kundin" schriftlich festgesetzt wird. Freiwillige Teilnahme?

2. Die Behauptung des Frankfurter Arbeitsamtsdirektors es hätte bisher keine Beschwerden zur PEBG gegeben ist falsch.
Uns liegen Protokolle von Einzelpersonen und Gruppen vor (die uns auch namentlich bekannt sind), die sich bei ihrem zuständigen Sachbearbeiter des Arbeitsamtes über die Praktiken der PEBG auslassen. Seit das Thema durch die Besetzungsaktion in den Medien präsent ist, melden sich immer wieder Betroffene in den Beratungsstellen.
So hat sich im Juli 2001 eine ganze Gruppe eines Kurses (15 Personen) an das Arbeitsamt gewandt und ihre Kritik zur PEBG vorgebracht.
Eine 62jährige Erwerbslose, die im August diesen Jahres in Frührente geht, musste trotz Protestes beim Frankfurter Arbeitsamt, an der ASAP teilnehmen.
Aus einer Aktennotiz vom 18.12.2001 einer Teilnehmerin an einer Informationsveranstaltung der PEBG (liegt dem Arbeitsamt vor):
"Die Atmosphäre der Veranstaltung wurde, soweit erkennbar, von der ganz überwiegenden Mehrzahl, wenn nicht allen, Teilnehmern als drohend, z.T. nötigend empfunden. (...) Es wurde der Eindruck erweckt, dass die Einverständniserklärung umgehend und ohne vorherige Rücksprachemöglichkeit mit dem Arbeitsamtberater zu erfolgen habe. Alternativen oder eine Rechtsaufklärung wurden nicht gegeben. Auf die Frage einer Teilnehmerin, ob die PEBG Stellen im Kulturbereich gar nicht in die Überlegungen und Vermittlungsbemühungen einbeziehe (die überwiegenden Teilnehmer schienen dem kultur- und geisteswissenschaftlichen Bereich zuzuordnen zu sein), antwortete der Vortragende, mit solchen speziellen Fragen könne man sich nicht befassen. (...) Während der Maßnahme erschienen Vertreter einer Zeitarbeitsfirma und engagierten Teilnehmer für geringqualifizierte kurzfristige Jobs, z.B. sie (promovierte Archäologin) als Empfangsdame bei einer Bank."

3. Die PEBG gehört auf den Prüfstand. Die bisher nach außen gegebenen "Erfolge" müssen für die Öffentlichkeit nachvollziehbar sein. Das heißt, es muss offengelegt werden, wie viele Erwerbslose über die PEBG vermittelt wurden, zu welchen Lohnbedingungen sie angestellt sind, wie lange sie dort beschäftigt waren und welche Perspektive sie erwartet. Geklärt werden muss, was die PEBG unter erfolgreicher Vermittlung versteht und ähnlich, wie es die Stadt Frankfurt mit ihren Beschäftigungsgesellschaften vorhat, muss die Qualität und Wirksamkeit der Trainingsmaßnahmen unter die wissenschaftliche Lupe genommen werden. Kriterien, die bisher für das Frankfurter Arbeitsamt keine Rolle gespielt haben. Deren Direktor setzt eher auf eine Strategie der Abschreckung, wenn er weiterhin einige Tausend Erwerbslose zur PEBG schicken will:" Wir erwarten, dass ein beachtlicher Teil sich abmelden wird ... 20 bis 30 Prozent im Bestand gehen runter" (FR vom15.02.2002). Auch eine Art der Vermittlungsoffensive.

Erst nach Offenlegung aller Zahlen und Überprüfung der realen Vermittlungen lässt sich ein umfassendes Bild der Bedeutung solcher Maßnahmen und der Nützlichkeit von Weiterbildungsträgern wie der PEBG leisten.


Wir fordern:
  • Kein Zwang zu PEBG-Veranstaltungen, nur freiwillige Teilnahme!
  • Vermittlung nur in existenzsichernde Arbeit!
  • Überprüfung der angebotenen Stellen nach § 36, Abs. 1 SGB III (Verbot von Vermittlung in gesetz- und sittenwidrige Arbeitsplätze)!
  • Offenlegung aller Beurteilungen (Profile) gegenüber den Teilnehmern durch die Mitarbeiter von PEBG!
  • Nicht nur das Arbeitsamt, auch die PEBG gehört auf den Prüfstand!

  • FALZ (Frankfurter Arbeitslosenzentrum), Solmsstr. 1a, 60486 Frankfurt/M., Tel.: 069/700425, e-mail: zentrum@falz.org
  • MAI (Metaller Arbeitsloseninitiative), Wilhelm-Leuschner Str. 69-77, 63071 Frankfurt/M
  • GALIDA (Gewerkschaftliche Arbeitsloseninitiative Darmstadt), Gewerkschaftshaus, Rheinstr. 50, 64283 Darmstadt, Tel.: 06151 - 716097, e-mail: info@galida.de
  • Arbeitskreis Erwerbslose im DGB-Marburg, Krummbogen 2, 35039 Marburg, Tel.: 06421-620229


zum Inhaltsverzeichnis

2. Runder Tisch der Erwerbslosen- und Sozialhilfeorganisationen
Bericht des Treffens am 12.März

(Der Bericht wurde um organisatorische Details gekürzt, die Auslassungen sind mit [..] gekennzeichnet.)


Anwesenheitsliste [...]


I. Auswertung der Konferenz

Die Konferenz wurde einstimmig als positiv und als ein Fortschritt gegenüber der Konferenz in Bielefeld vor eineinhalb Jahren gewertet - "weniger Konkurrenzdenken".
Wir haben ein Ergebnis; der Aktionsplan, den wir aufgestellt haben, hat gegenüber dem Konzept der Jagoda-Tage den Vorteil, daß er sich einreiht in eine breitere gesellschaftliche Mobilisierung (Attac, 14.9., Europäisches Sozialforum), die derzeit eine aufsteigende Linie kennt. Es ist also Dynamik in der Sache.
Wir hatten eine leidlich gute Presse - die Dresdner Erklärung hat die Runde gemacht. Der Runde Tisch ist aufgewertet worden. Es sieht danach aus, als könnten wir mehr Organisationen an den Runden Tisch holen (ALV; die Präsenz der KOS muß abgesichert werden). Sehr positiv war die Beteiligung von ver.di (ein offizieller Vertreter des Bundeserwerbslosenausschusses war die ganze Zeit anwesend; er war zugleich vom DGB-Bundesvorstand entsandt). Das signalisierte, daß wir in unserem Bemühen, Bündnisse zu schließen, durchaus einen Schritt vorankommen können.
Aber: Wir haben noch nicht das, was wir haben wollen. Vor allem haben wir noch nicht in Sack und Tüten, daß die tatsächlich alle Organisationen der Erwerbslosen an einem Tisch zusammensitzen. Auch muß noch viel Arbeit dareingesteckt werden, daß der bundesweite Aktionstag gegen die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe von allen getragen wird.
Andere Kritikpunkte: sich mehr mit den Konzepten der Konservativen befassen; die Organisationen haben in der ersten Runde nicht auf die Fragen geantwortet, die ihnen eigentlich gestellt waren (wie bilanzieren wir die Jagoda-Tage und welche Schlüsse ziehen wir daraus?); die Reflexion über die Bedingungen unserer Arbeit ist kaum vorangekommen.

II. Finanzen

Zu Finanzen kann Erika Biehn noch nichts sagen; das Projekt läuft offiziell bis Ende Oktober. Die Gelder werden sukzessive in kleineren Portionen ausgezahlt.

III. Arbeitsaufträge - betreffend Bündnispartner:

a. Brief an ver.di-Bundeserwerbslosenausschuß mit den Elementen: Dank für die Präsenz in Dresden; Einladung zum Runden Tisch; Bitte um Einladung zum Bundeserwerbslosenausschuß, um den Runden Tisch und seine Vorhaben vorzustellen; Vorschlag der gemeinsamen Durchführung des dezentralen Aktionstags; Bitte um Unterstützung unseres Auftretens auf dem DGB-Bundeskongreß.

b. Brief an DGB-BV (Johannes Jakob), mit den Elementen: Wir wollen dort einen Stand machen; eine Aktion an dem Tag, an dem der Kanzler spricht; wir möchten ein Grußwort an den DGB-Kongreß richten. Anmeldung eines Standes dort. Der DGB soll seinen Landes- und örtlichen Strukturen empfehlen, daß Arbeitslose auf den 1.Mai-Veranstaltungen reden können, was beinhaltet, daß wir dort den Abbau der Rechte der Erwerbslosen und Sozialhilfebeziehenden thematisieren möchten; Bitte um Unterstützung des dezentralen Aktionstags.

c. Brief an die IG Metall: Dank für die Präsenz in Dresden; Bitte um Unterstützung des dezentralen Aktionstags; Bitte um finanzielle Unterstützung des RT (Fahrtkosten), dies in Abstimmung mit ver.di-Bundeserwerbslosenausschuß.
In diesem Zusammenhang wurde angemahnt, auch die anderen Einzelgewerkschaften nicht aus dem Blick zu verlieren.

d. Brief an EKD: Andreas Hutter (Geschäftsführer Efas, Evangelischer Fachverband Arbeit) mit Kopie an Pfarrer Johannes Roscher mit den Elementen: Teilnahme am RT, Unterstützung der Aktionen.

e. Brief an die Nationale Armutskonferenz mit den Elementen: Unterstützung der Aktionen, Positionierung gegen die Abschaffung Arbeitslosenhilfe; vorstellig werden gegenüber MdBs und MdLs, die Untergliederung auffordern, daß sie das Nämliche tun.

f. Ein Brief an Attac wegen unseres Interesses an der Vorbereitung des 14.9. incl. Mitwirken am Aufruf wurde bereits geschrieben (DGB-Jugend muß eine Kopie erhalten).
[...]

g. Schreiben an KOS wegen Teilnahme am Runden Tisch und gemeinsamer Vorbereitung des bundesweiten Aktionstags mit der Bitte um Weiterleitung an Koordinierungssausschuß.
Die Koordinierungsstelle plant im Juni (23. oder 25.Woche) ihre Jahresarbeitstagung. Zentrales Thema wird die Zusammenlegung Arbeitslosenhilfe/Sozialhilfe sein. Der Koordinierungsausschuß tritt am 23.Mai zusammen. Die Koordinierungsstelle wird auf dem DGB.-Bundeskongreß mit einem Stand präsent sein.
[...]

h. Schreiben an ALV wg. Teilnahme am Runden Tisch und gemeinsamer Durchführung der Mobilisierungen.

i. Die Redaktion der quer hat sich ein paar Mal nicht mehr gezeigt. Schwerpunkt örtliche Arbeit, aber auch Probleme bei der Sicherung der örtlichen Arbeitsfähigkeit. Dennoch fehlt sie uns am Runden Tisch. Deshalb Kontaktaufnahme: Wir möchten ihre Einschätzung der Konferenz und Teilnahme am RT.

j. Der ALI Thüringen wurde nach Dresden ebenfalls geschrieben mit der Bitte, sich wieder am RT einzubringen.

IV. Aktionsplanung:

a. Tarifrunde: Der RT bereitet eine Stellungnahme vor des Inhalts: Die Erwerbslosen und Sozialhilfebeziehenden stehen hinter den Mindestforderungen der Kollegen und bieten ihnen die solidarische Unterstützung ihrer Aktionen an.
Die Solidarität Erwerbslose-Beschäftigte hat einen inhaltlichen Zusammenhang, auf den wir nochmal verweisen; wir wollen eine gemeinsame Front gegen Niedriglohnsektor, für gesetzlichen Mindestlohn (Bezug auf Wiesehügel und auf den ver.di-Antrag zum DGB-Bundeskongreß), gegen Kombilöhne, die die Unternehmer füttern; gegen Diskriminierung der Erwerbslosen als Faulenzer; für gleiche soziale Rechte.
Die ersten Tarifaktionen finden am 5.4. im Saarland, am 6.4. Bremen statt. Am 1.Mai wollen wir die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe thematisieren.
Das Schreiben richtet sich an die streikenden Gewerkschaften.

b. 1.Mai: Wir machen ein Flugblatt des RT mit den Elementen: Stellungnahme zur Tarifrunde, Dresdner Erklärung, Selbstdarstellung des RT, Aktionen, Kontakte.

c. Aktionen gegen Zusammenlegung Arbeitslosenhilfe/Sozialhilfe:
Erstellung einer Argumentationshilfe; sie hat die Elemente:
- was bedeutet das für die betroffenen Familien;
- was bedeutet das für potentiell Betroffene;
- was bedeutet das für die Schaffung von Niedriglohnjobs und die Erhöhung des Lohndrucks auf abhängig Beschäftigte;
- was bedeutet das für die Sozialversicherungssysteme;
- was heißt das für die Kommunen (ihre Verluste sollen kompensiert werden);
- was heißt das für die Niederschlagung der Binnennachfrage.
Wer sind die Verantwortlichen? Die Bundesregierung und die Wirtschaftsverbände. Die Arbeitgeberverbände müssen zur Rechenschaft gezogen werden - Gewinnmargen und Steuern.
Nicht nur gegen die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe argumentieren, das greift zu kurz, weil es auch das Argument gibt: Wir wollen die Arbeitslosenhilfe nicht abschaffen, ihr sollt nur dafür arbeiten - "from welfare to work".
Argumentieren gegen die Tendenz, bestehende tariflich gesicherte Arbeitsplätze durch Arbeitsdienst zu ersetzen, für den dann nur noch Arbeitslosenhilfe (aus Steuergeldern) gezahlt wird. Wir sammeln Argumente gegen Arbeitszwang - warum dies auch "normale" Lohnabhängige bedroht...
Arbeitslosenhilfe armutsfrei machen. Einführung einer Mindestsicherung in die Arbeitslosenhilfe.
Zu den Argumenten und Strategien der Gegner siehe die Anträge der Fraktionen (CDU und FDP) an den Bundestag (ein Gesetzentwurf der CDU soll vorsehen, daß Arbeitslosenhilfe nur noch gegen gemeinnützige Arbeit gewährt wird).
[.. ]
Bis zum nächsten RT wird eine Argumentationshilfe ausgearbeitet; Ziel ist, sie zum 1.Mai verteilen zu können.
Die Landeskoordinationen können den Inhalt je nach Maßgabe ihrer eigenen Situation verändern.

d. DGB-Kongreß:
Wann spricht der Kanzler? Infos über den DGB. Zu diesem Tag wollen wir hauptsächlich in Berlin-Brandenburg, aber auch bundesweit mobilisieren, möglichst DGB-Busse nutzen. Genauere Infos bis zum 23.4. - Eine Möglichkeit ist, daß wir auf den 28. und 29.Mai orientieren.
[..., Organisatorisches]

e. Bundesweiter Aktionstag: 7.6.
Das ist jetzt ein Termin, den wir ansteuern. Es ist ein Jagoda-Tag und es besteht die Möglichkeit, daß die KOS für diesen Tag mitmobilisiert. Das ist im Detail noch zu klären und hängt von einer Feinabstimmung mit den Planungen der KOS ab. Im Schreiben an die KOS schlagen wir eine gemeinsame Mobilisierung vor, d.h. Veröffentlichung im a-info und Pressemitteilung.
ver.di will vor der Sommerpause zentral etwas in Berlin machen. Das bedeutet, auch für ver.di könnte der Termin ein Angebot sein. Das ist mit dem Bundeserwerbslosenausschuß zu klären.
Ob wir mehr Bündnispartner gewinnen, wir sich an dieser Aktion entscheidend zeigen. Wir streben deshalb breite Bündnisse für diesen Aktionstag auch vor Ort an: neben den genannten auch Attac u.a. Vorschlag, inhaltlich die Aktion bereits auf die Bundestagswahl zu zielen.
Vor Ort Parteien einladen und sich mit ihrer Politik auseinandersetzen.
[..., Organisatorisches]

V. Verschiedenes:

a.Im April soll berichtet werden, wie wir uns am 14.09. bundesweit einbringen.

b.AG Prekäre Beschäftigung wird auf April verschoben.

c. Geschäftsstelle:
Bis zur Sommerpause ist zu klären, ob und mit welchem Arbeitsauftrag eine Geschäftsstelle eingerichtet werden soll.
Im Brief an die KOS soll das angesprochen werden. Sie mögen sich dazu verhalten und in die Diskussion mit einsteigen.

d. Bundesweite Konferenz Anfang 2003:
RL-Stiftung Bund anfragen wg. Finanzierung. (Finanziert BMA nochmal? Heinrich-Böll-Stiftung, FES anfragen; Bewegungsstiftung anfragen).

e. Elektronische Vernetzung:
Eine e-Group wird eingerichtet. Jede Gruppe soll sich dort eintragen. Damit werden alle Mails von und für den Runden Tisch künftig über einen Verteiler verschickt.

f. Homepage: Ist "Opposition im Aufbau" für RT nutzbar? Klären, ob Stiftung so etwas fördert; Links setzen.

g. Attac AG: Den schriftlichen Bericht an RT schicken.

h. Europäisches Sozialforum:
Kobra (Kooperation Brasilien) hat Brief an NRO-Weltsozialgipfel (UN-Kopenhagen) gerichtet mit Angebot für Vernetzungsarbeit (Bericht im April). Es wird ein bundesweites Vorbereitungstreffen für das ESF geben. Das ist auch ein Vorschlag in Attac. Wir bleiben am Ball.

i.A. Angela Klein, 15.3.2002


zum Inhaltsverzeichnis

3. Bundesweite Attac-Arbeitsgruppe
"Arbeit und Menschenwürde"


  • Termin:

    Das Zweite Treffen der bundesweiten Attac-Arbeitsgruppe "Arbeit und Menschenwürde" findet am 27.April in Hannover im DGB-Haus (Dreyerstr. 6) von 12h bis 17h statt.


  • Interessierte können den Bericht über die konstituierende Sitzung der Attac-AG "Arbeit und Menschenwürde" als rtf-Dokument unter http://www.bag-erwerbsose.de/material/dateien/attac_AG-arbeit.rtf herunterladen.


zum Inhaltsverzeichnis

4. Neu auf der BAG-E homepage:




zum Inhaltsverzeichnis

Das war's zunächst einmal für den März. Wie immer können Beiträge für die BAG-E INFO zum Themenbereich Erwerbslosigkeit, Sozialhilfe, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik etc. per mail an verteiler@bag-erwerbslose geschickt werden.


Solidarische Grüße
Frank



Bundesarbeitsgemeinschaft der unabhängigen Erwerbsloseninitiativen

BAG-E


Kontakt:
BAG-E c/o Frankfurter Arbeitslosenzentrum (FALZ) e.V.
Solmsstr. 1a
60486 Frankfurt/M
fon: 069-700425, fax: 069-70 48 12
e-mail: kontakt@bag-erwerbslose.de
oder zentrum@falz.org
Verteiler: verteiler@bag-erwerbslose
(c/o Frank Jäger, Schleusenstr.11, 60327 Frankfurt)
Internet: www.bag-erwerbslose.de



Home   Aktuelles   BAG-E INFO
   Plattform   Geschichte   Termine   Arbeitsgruppen   Materialien   Gruppen   Adressen   Links   Kontakt