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BAG-E Info 11/99 die Zweite

19.11.1999

Inhalt:



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Infos

DAloG Kurzinfo:

Von der so genannten DAloG (Deutsche Arbeitslosengewerkschaft) Gründungsversammlung am 15.11.in Köln habe ich zwei Zeitungsberichte gelesen:
Darin war von ca. 200 TeilnehmerInnen die Rede. Ferner wurde berichtet, dass eine Dachorganisation für alle deutsche Arbeitslosenverbände gegründet werden solle. Ein Gremium, dass eine Satzung erarbeiten soll sei gewählt worden und die offizielle Gründung sei für das Frühjahr 2000 in Leipzig vorgesehen.

So weit, so gut...
Ich habe nun aber aus zweiter Hand Infos, die nahelegen, dass diese Presseberichte den wahren Sachverhalt etwas beschönigend wiedergeben: So sei es gar nicht zu einer Abstimmung gekommen und außerdem wurde eher kontrovers als konstruktiv diskutiert. (Diese Aussagen vorerst mit Vorbehalt.)
Ich hoffe, dass ich noch einen Bericht vom Treffen von einer/einem Teilnehmerin/Teilnehmer erhalten werde, der Licht in die Angelegenheit bringt.

Was m.E. jedoch sehr merkwürdig ist, ist die Tatsache, dass keiner der bestehenden Erwerbslosenverbände bisher gefragt wurde, ob er einen Dachverband für sinnvoll hält oder ihn überhaupt als solchen akzeptieren würde. (Wir sind bekanntlich keine Kaninchenzüchter sondern verfolgen politische Ziele!)
Bleibt also erst mal abzuwarten, was sich aus der Geschichte entwickelt...

Wenn es was Konkreteres gibt, trage ich das nach. Wenn ihr etwas darüber gehört habt, teilt es mir bitte mit.



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Aktionen: Pressebericht - Das Berliner Arbeitslosenticket

von Antje Grabenhorst

Berlin, 18.11.99/ 15 Uhr
PRESSEMELDUNG

Polizei verwehrte geladenen Erwerbslosen den Weg ins Abgeordnetenhaus Erwerbslose fordern ihr Ticket zum 1.1.2000!

Obwohl Berliner Erwerbslose von allen Fraktionen ins Abgeordnetenhaus eingeladen waren, passte die Polizei sie heute am Anhalter Bahnhof ab und ließ sie nicht in die Bannmeile. Mit 30-minütiger Verspätung konnten 70 VertreterInnen von Erwerbsloseninitiativen untenstehenden Brief an die Fraktionen im Abgeordnetenhaus übergeben. Die Polizei kam aber doch noch zum Zuge. Sie erteilte ihnen später am Arbeitsamt Charlottenstraße beim Flugblatt verteilen noch eine Strafanzeige.

Die Erfahrung der Studenten mit dem Semesterticket zeigt, dass ein Parlamentsbeschluss alleine wertlos ist. Da mit dem Arbeitslosenticket nichts vorwärts geht, setzen wir eine Frist.

"Arbeitslosenticket - Jetzt!" ist eine Kampagne von unten. Täglich gehen Erwerbslose an den Arbeitsämtern Unterschriften sammeln. Da wir keine Lobby haben, wollen wir auch beweisen, dass es sich lohnt, für die eigenen Ziele zu kämpfen. Unterschriftenlisten können an folgenden Orten abgeholt werden.

Di 16-18 h workstation, Revalerstr. 99, U/S Bhf. Warschauerstr.
Mi 11-13h workstation, Naunynstr. 27, U-Bhf. Kottbusser Tor
Mi 11-14h ERWIN (Erwerbsloseninitiative Neukölln), Weichselstr. 58, U-Bhf. Rathaus Neukölln
Mi. 16-18h Mediengalerie, Dudenstr. 10, U-Bhf. Platz der Luftbrücke

"Offener Brief"

An die Fraktionen im Abgeordnetenhaus zu Berlin

Dringlichkeitsgesuch

Die Berliner Erwerbslosen begrüßen den Beschluss des Abgeordnetenhauses vom 23. September 1999, ein Arbeitslosenticket wieder einzuführen. Wir erwarten von den neu gewählten Abgeordneten, dass sie ihre Kontroll und Gestaltungsrechte einsetzen, um dies spätestens zum 1.1.2000 zu verwirklichen.

In der kalten Jahreszeit sind Erwerbslose um so mehr auf bezahlbare öffentliche Verkehrsmittel angewiesen.

Daß ein Arbeitslosenticket gut funktioniert, beweist die Hansestadt Hamburg. Dort gibt es seit dem 1.1.1999 ein Arbeitslosenticket für Erwerbslose für 30,- DM. Eine Weltstadt wie Berlin sollte dem nicht nachstehen. Die Monatskarte darf nicht teurer als 40 DM sein, die Tageskarte sollte zu 5,20 DM und der Einzelfahrschein zu 2,60 DM angeboten werden.

Unsere Unterschriftenkampagne läuft weiter. Über 55.000 BerlinerInnen haben sich dieser Forderung angeschlossen.



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Nicht vergessen!!!

Adressen für die homepage

Bis jetzt sind nur wenige Adressen und Kurzeinträge von Inis für die BAG-E homepage eingegangen. Links zu eigenen Seiten können ebenfalls installiert werden. Also bitte alles an o.a. e-mail Adresse schicken.

Unterschriftenlisten

Das Sparpaket soll Ende nächster Woche durch den Bundesrat gehen. Der große uns betreffende Batzen ist aber sowieso schon verabschiedet. Deshalb sollten jetzt so schnell wie möglich alle Unterschriftenlisten zurück an das Bielefelder Bündnis geschickt werden, damit sie noch einigermaßen pünktlich nach Berlin kommen.



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Einladung: Berliner Armutskonferenz von unten

    Die Hängematten informieren:

    Armutskonferenz von unten
    Die Armutskonferenz von und mit Betroffenen

    "Andere reden über Arme - wir reden mit Ihnen!" Die Hängematten wollen eine Armutskonferenz, die nicht auf "offizielle" Zahlen und Statistiken aufbaut.


    Warum wird faktische Armut trotz Arbeit
    häufig unterschlagen ? Und warum werden Arme als
    "sozial schwach" bezeichnet? Und warum....


    Die Hängematten wollen den herrschenden Armutsbegriff hinter- fragen !


    Am 17. Dezember, 16 Uhr führen die "Hängematten" eine Armuts- konferenz von unten durch. Die Konferenz ist öffentlich, der Verein bittet alle Interessenten sich unbedingt anzumelden. Veranstaltungsort ist das Ambulatorium im RAW Tempel e.V., Revaler Str. 99 am S- und U-Bahnhof Warschauer Straße.

    Im Vorfeld der eigentlichen Konferenz treffen sich neun Arbeitsgruppen, die sich überwiegend aus Betroffenen zusammen- setzen, und erörtern folgende Themen:

    1. Leben in Armut
    2. Armut im Alter
    3. Familien in Armut
    4. Obdachlosigkeit
    5. Verdrängung Armer und "soziale"Stadtentwicklung
    6. Sozialberatung und ihre Grenzen
    7. Drogenproblematik
    8. Erwerbslosigkeit, Beschäftigungsprogramme, working poor
    9. Migranten

    Ziel dieser Arbeitsgruppen ist es die verschiedenen, insbesondere aktuellen Probleme zu erfassen, zu bündeln und an konkreten Beispielen festzumachen. Dazu sollen Lösungswege gesucht und ein Forderungskatalog erarbeitet werden. Die Ergebnisse werden dann bei der Armutskonferenz präsentiert und zur Diskussion gestellt. Üblicherweise wird über Arme gesprochen. Diesem Defizit wollen die Hängematten mit ihrer Armutskonferenz entgegenwirken.

    "Nicht die Not ist das Schlimmste, sondern daß sie ertragen wird ! Denn das Hinnehmen von Armut, während es Reichtum gibt, ist geistiges Versagen, ist Unempfindlichkeit der Seele gegen die Beleidigung." (Erich Mühsam 1932)

    Unter diesem Motto wird am 18.2.2000 die Konferenz ausgewertet und mit einem Reader dokumentiert werden.



    Der nächste Veranstaltung der Hängematten ist am 21. Januar 2000, 20Uhr:

    "Quartiersmanagement- was hat es gebracht?"

    Hängematten e.V.
    Stadtteilladen zielona gora
    Grünbergerstraße 73
    10245 Berlin
    Tel/fax 29 00 68 08
    email: haengematten@gmx.de
    U-Bahnhof Samariterstr., Bus 240(Boxhagenerplatz)



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BAG-E Verteiler (der auch von euch genutzt werden kann!)

BAG-E Verteiler
c/o Frank Jäger
Kehreinstr. 19,
65934 Frankfurt
fon: 069-38 99 73 22
e-mail: fjaeger@stud.uni-frankfurt.de

fon/fax besser über das FALZ
fon: 069-70 04 25
fax: 069-70 48 12

(Bei Briefsendungen bitte Rückporto beifügen)

Das war's
Solidarische Grüße
Frank

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